Scott Miller / Lee Camfield / Merzbow – No Closure (CD, Cold Spring Records)

Miller, Camfield, Merzbow

(digital promo)

Von Label mit „ mixing elements of psychedelia, black metal, doom and industrial music“ beschrieben, erinnert mich insbesondere der Anfang ein wenig an Tom Waits-Sounds. Blusige Rhythmen treffen auf – in den Hintergrund gemixte – Noise-Attacken. Das ist quasi der Blues des 21 Jahrhunderts. Später wird’s dann etwas doomiger oder nennen wir es lieber Gitarrenambient, so wie man es z.B. von Dirk Serries kennt. Herr Akita gibt sich hier etwas heftiger, gelegentlich tritt sein Gescherbel sogar in den Vordergrund. Beim zweiten Stück kommt zusätzlich noch weiblich-ätherischer Gesang und finsterstes Metal-Gekreisch zum Einsatz. Hier erinnert das Ganze ein wenig an Spectr und Konsorten.

Das Prinzip bleibt über die ganze Spieldauer das Gleiche – eher harsche Noises treffen auf entspannte flächige Sounds, ohne dass die beiden überlangen Stücke dabei langweilig würden. Anders als z.B. bei der Arbeit mit Nordvagr finde ich, dass sich die Elemente hier ergänzen und nicht einfach nur nebeneinander stehen. Sehr empfehlenswert!

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