WGT 2017

Donnerstag: Boot-Stomping Warm-Up

In diesem Jahr fuhr ich nach langer Zeit schon donnerstags in die benachbarte Messestadt, um einen Blick auf das EBM Warm-Up zu werfen. Nun habe ich mich schon mancherorts kritisch über den Musikstil geäußert, doch wenn mir’s nicht gefallen hätte, wäre das auch kein Problem gewesen, denn neben dem Hauptsaal des Felsenkellers wurde auch der kleiner Saal, das Naumanns, bespielt und dort traten mit Genevieve Pasquier, MDS51 und Rostiges Riesenrad für meinen Geschmack kompatiblere Künstler auf, doch am Ende verbrachte ich den Großteil des Abends beim EBM. Zwar schaute ich immer wieder mal im Naumanns vorbei, doch riss mich keiner der Auftritte wirklich vom Hocker. Das ich etwas spät dran war, verpasste ich die ersten beiden Bands auf beiden Floors…

Schon bei den hochenergetischen HIGH-FUNCTIONING FLESH aus L.A. war ich dann voll im Geschehen: Frontmann Greg Vand sprintete über die Bühne und zeigte vollen Körpereinsatz, so dass es den Zuschauer trotz der „kalten“ Elecktronics im Stile von Cabaret Voltaire warm ums Herz wurde.

Von SCHWEFELGELB war ich dann ein wenig überrascht, hatte ich mir doch andere Musik vorgestellt. Temperamentmäßig wurde noch ein paar Grad runtergekühlt und dann ein fast schon technoider, sehr straighter EBM gespielt, der ein wenig an DAF erinnert. Allerdings sind beide Berliner keine Nostalgiker, der Sound verweist schon eindeutig auf die 2000er Jahre und kann seine Sozialisierung in dunklen Techno-Schuppen nicht verleugnen.

Allzu viel Ahnung hatte ich auch nicht von A SPLIT SECOND, außer das die Belgier schon eine ganze Zeit aktiv sind und manchen Diskokracher am Start haben. Das erste Album der Band erschien bereits 1985. Wer nun aber eine lahme Altherren-Show erwartete, wurde positiv enttäuscht. Der Sound von A Split Second ist gar nicht so der typische Belgien EBM, zu den tanzbaren Rhythmen gesellen sich angenehme Melodien, der Sound war fett.

Insgesamt also ein sehr schöner Beginn für das WGT, wenn auch etwas anders als erwartet.

Freitag

Nach einem Streifzug durch das heidnische Dorf und einigen geistigen Tränken, ließ ich Tag zwei musikalisch im Volkspalast beginnen. Auf de Bühne standen DER BLAUE REITER aus Katalonien (was ja zu Spanien gehört oder eben nicht). Mit all dem Getrommel und dem martialischen, bedeutungsschwangerem Gehabe war mir das eine Nummer zu dick aufgetragen. Ist ganz nett zum Anhören aber die Akteure muss ich, auch wenn sie offensichtlich Freude am Spiel hatten, dazu nicht sehen.

In der Kantine spielten danach die belgischen EMPUSAE, die aus meiner Sicht leider etwas langweilig geworden sind. Nicht, dass der präsentierte Ambient schlecht wäre, die rhythmischen Stücke von Empusae haben mir aber eindeutig besser gefallen. Als Opener zum warm werden OK, aber auch nicht gerade einzigartig.

Der Hauptgrund für den Besuch im Volkspalast war aber ein anderer: seine Hochwürden NIKOLAS SCHRECK, der unterstützt von drei Musikern seine magischen Rituale aufführte. Der Drummer, ein schwarzer Koloss malträtierte sein Schlagzeug mit Wucht und Können, manchmal hatte ich allerdings ein wenig Angst um den Herren, sah er doch recht leidend aus. Die Bassistin wirkte hingegen, als ob sie das alles nichts anginge und sie klampfte präzise wie ein Uhrwerk ihre Baselines. Hinterm Keyboard stand ein junger Mann, der mich optisch ein wenig an Oswald Henke erinnerte und dem sogar gelegentlich ein Lächeln übers Gesicht huschte. Dreh- und Angelpunkt des Geschehens war aber zweifelsohne Mr. Schreck, der wie ein Hohepriester gestikulierte und die Zuschauer und -hörer in seinen Bann zog. Schreck brachte Stücke aus verschiedenen Schaffensphasen zu Gehör, selbstverständlich fehlten auch Radio Werewolf-Klassiker wie „Buried Alive“ nicht. Für mich ganz großes Kino und eines der Highlights des Festivals!

Auch wenn ich mir gern später vor Ort noch Ordo Rosarius Equilibrio angeschaut hätte, verließ ich den Volkspalast in Richtung Innenstadt, um noch ein wenig von JARBOE mitzubekommen. Leider war ich etwas spät im Schauspielhaus und verpasste die Ex-Sängerin der Swans. Dafür konnte ich mir für die heiß geliebten IN GOWAN RING einen hervorragenden Platz sichern, um deren wunderbares Konzert genießen zu können.

Nach dem Konzert war mir dann ein wenig die Lust am Rumrennen vergangen und ich ging erst einmal in die Unterkunft und was essen. Die Kamera ließ ich dann auch gleich daheim, weil ich mich bei den nächtlichen Ausflügen nicht unnötig belasten wollte. Die Zeit war bereits fortgeschritten und so machte ich mich auf den Weg, um noch wenigstens AMANDA PALMER und EDWARD KA-SPEL zu sehen. Anfangs hakte da die Technik etwas, doch als dann alles lief, spielten die Dresden Dolls Sängerin und der Frontmann der Legendary Pink Dots ein sehr schönes Set, das musikalisch beider Vorlieben vereinte: melancholische bis bourleske Piano-Ausflüge mit psychedelisch-elektronischen Rock. Gesanglich wechselte man sich ab, wenn Edward sang, saß Amanda am Klavier und umgekehrt; begleitet wurden die beiden noch von einem Herren an der Violine. Die zwei außergewöhnlich schönen Stimmen und die getragene Musik ergaben eine wunderbare Stimmung, allerdings war die agra Halle wohl dafür nicht der geeignete Ort; ich hätte das Konzert lieber im Schauspielhaus gesehen, wo es auch besser hingepasst hätte. Wie nah das Dargebotene am gemeinsamen Album „I Can Spin A Rainbow“ dran war, vermag ich nicht zu sagen, da ich selbiges nicht kenne. Auf jeden Fall war’s ein schöner Auftritt.

Nach dem Konzert stürzten wir noch irgendwo ab, ich glaube es war im Ilses Erika.

Samstag

Der Samstag begann mit einem Besuch der Moritzbastei und der Schaulaufenmeile. Von da aus ging es zu Loki, wo im Keller THE WOVEN CLOUD spielte. Das Gemeinschaftsprojekt von Peter Bjärgo (u.a. Sophia, Arcana, Karjan Sissit) und Knut Enderlein (u.a. Inade, Ex.Order, Fjernlys) kann man als Eletronika bezeichnen, mit deutlichem Ambient Anteil aber auch martialischen bis clubtauglichen Rhythmen, meist nicht allzu schnell – Musik zum gepflegten Kopfnicken. Sehr schicke Sache.

Nach dem Konzert streuselte ich noch ein bisschen durch Leipzig und besichtigte dann in Steinwurfweite vom Täubchenthal eine leer stehende Fabrik. Witzigerweise war ich nicht als Einziger auf die Idee gekommen und so war in den Hallen einiges Begängnis.

Bei den SCARY BITCHES trudelte ich etwas spät ein und reichlich eingeweicht, weil es begonnen hatte, wie aus Kannen zu gießen. Das Täubchenthal war gepackt bis unter die Decke und weiter als 10, 15m kam ich nicht an die Bühne heran. Hinzu kam die Hitze der Körper und eine brutale Luftfeuchte, die die Location zur Sauna machten. Zu mehr als einem verwackelten Bild aus der Ferne reichte es nicht, der Anblick der überdrehten Vaudeville Goth Rock Damen entschädigte mich aber dennoch.

Danach ging es ins Stadtbad, wo ich eine Weile auf AZAR SWAN warten musste, was sich aber lohnte. Es war der erste Auftritt des Duos, den ich sehen durfte und insbesondere Sängerin Zohra Atash hatte es mir sofort angetan, nicht nur weil sie eine schöne Frau ist, sondern auch, weil sie gut und ausdrucksstark singen kann. Ich denke, sie mag den Vergleich nicht, aber ich musste sofort an Kate Bush denken; Ähnlichkeiten in der Stimme gibt es auf jeden Fall, wenn auch der Sound – wie sollte es anders sein – moderner und poppiger ist. Doch Kate Bush als Referenz, damit kann sie als Musikerin sicher leben.

Im Anschluss eilte ich in das Alte Landratsamt, um mir eine andere tolle Frau anzuschauen: Rachel Davies, die dort mit ihrer Band ESBEN AND THE WITCH die Bühne rockte. Ganz große Show und ich freute mich, dass die Briten bereits zum zweiten Mal beim WGT spielen konnten. Der hochemotionale psychedelische Rock passt so viel besser zum Festival als ein Großteil der Klieschee-Kombos. Solange die Szene offen für solche Einflüsse bleibt – und das war sie an dem Abend, denn der Laden war voll – ist mir nicht Bange um sie.

Das Konzertprogramm war an dem Abend durch und so entschloss ich mich, noch eine Disko zu besuchen, bei der ein Freund auflegte. Als ich dort nach langem Laufen und Suchen ankam, war es eher recht überschaubar. Was uns aber nicht daran hinderte zu feiern, bis wir rausgeschmissen wurden. Das war dann schon sehr spät oder früh, je nachdem, wie man’s betrachtet…

Sonntag

Leider war die Betankung zu heftig, so dass ich es am nächsten Tag nicht zum Auftritt von IN SLAUGHTER NATIVES in den Loki-Keller schaffte. Sch… Alkohol.

Das erste kulturelle Ereignis des Tages waren dann die alten Herren von GENE LOVES JEZEBEL. Zwei der Alben der Briten liebe ich und so war ich froh, dass sich einmal die Gelegenheit bot, sie live zu bestaunen. Zwar sahen die Herrschaften nicht mehr so strange aus wie früher, spielen können sie aber immer noch. Auch wenn das frühabendliche Setting nicht ideal für die Musik war, so hatte ich doch meine Freude am, wie ich nun weiß „englischen Ableger“ des Projektes, mit Jay Aston als Sänger. Vollends zufrieden stellte mich die Tatsache, dass mit „Upstairs“ einer meiner absoluten Lieblingssongs dabei war.

Im Anschluss machte ich mich auf ins Schauspielhaus, um MYRKUR zu sehen. Das Einfrau-Projekt von Amalie Bruun steht für eine ganz eigene, eigenartige Musik, irgendwo zwischen Pop-Ballade und Black Metal Krach, das Ganze versprach also interessant zu werden. Und tatsächlich machte es auch Spaß, der elfenhaften Dänin beim Spiel am Klavier oder auf einer Drehleier (?) zuzuschauen. Begleitet wurde Bruun von einem Gitarristen und zwei Sängerinnen, die das Klangbild zwar anreicherten aber halt nur einen Aspekt betonten, den der traumhaften Klänge. Die Härte von Myrkur ging dabei völlig unter und auf Dauer war mir das Rumgeelfe dann doch ein bisschen zu wenig. Schade.
Gegen aufkommende Langeweile gab es dann aber ein gutes Mittel: Im Stadtbad standen THE REVOLTING COCKS auf der Bühne. Die ursprünglich von Al Jourgensen (Ministry), Luc Van Acker (u.a. My Life With The Thrill Kill Cult) und Richard 23 (Front 242) gegründeten Industrial-Rocker waren Ende der 80er, Anfang der 90er in der Szene ziemlich angesagt. Auch weil sich die RevCocks zur All-Star-Band auswuchsen: Jello Biafra, Chris Connelly und Kevin ‘Ogre’ Ogilvie sind nur die bekanntesten Mitstreiter. Den Hauptteil des Abends stand dann Richard 23 am Mikrofon, wobei stehen wohl das falsche Verb ist. Später übernahm Chris Conelly, der Teil gefiel mir persönlich besser. Ich muss gestehen, dass ich nicht der RevCocks Auskenner bin, manche meiner Freunde gingen regelrecht ab, ich fand’s auf jeden Fall energetisch, musikalisch reißen mich Ministry aber einfach mal mehr vom Hocker. Da ist die Rock-Komponente einfach präsenter. Trotzdem ein feiner Auftritt!

Noch vor Ende des Konzerts machte ich mich auf den Weg zur agra, schließlich wollte ich SKINNY PUPPY nicht verpassen. Die Halle war dann auch reichlich gefüllt, doch Dank meines Fotopasses durfte ich mich in die Schar der Fotografenmeute einreihen, und an vorderster Front zum Kampf um ein vernünftiges Bild antreten. Kann sich keiner vorstellen, der nicht dabei war. Doch zugegebenermaßen lohnte sich der Kampf auch, die Kanadier sind eine feste Bank, wenn es um Bühnenshow geht. Ein wenig klischeehaft vielleicht aber immer was fürs Auge. Musikalisch hielten sich die Kanadier an ihre beste Zeit von Mitte der 1980er bis Mitte der 1990er. Nur ein einziger Song von 2011 (Village“ von hanDover) schaffte es ins Set, inklusive der Zugaben. Auch wenn das Ganze recht ordentlich war und ich mich besonders über den Block The Choke / Worlock / Killing Game / Assimilate freute, so hatte ich den Eindruck, dass die Luft ein wenig raus ist. Vielleicht liegt’s aber auch einfach nur daran, dass ich das Doomsday-Konzert, die 2001er Reunion von Skinny Puppy sehen durfte, und an dem Abend war die Band einfach genial und alles stimmte, auch das Wetter (die Show endete als ein heftiges Gewitter begann). Das lässt sich kaum übertreffen…

Nach dem Konzert landeten wir wieder in irgendeinem Club und gaben uns die Kante. Ich glaube, an dem Abend war es das Ilses Erika.

Montag

Die letzte Etappe begann dann wieder bei den Lokis, diesmal stand KOMMANDO auf dem Plan. Die Truppe hatte ich bisher nur als Trio oder noch größer gesehen, beim Kellerkonzert saß Anton Knilpert aka Dan Courtman allein hinter den Tonerzeugern, bedeckt mit einer gruseligen Strumpfmaske und zauberte etwas reduzierte Power Electronics auf das Gehör. Der enge, dunkle Raum machte das Ganze einen Spur klaustrophobischer als sonst…

Solcherart erweckt ging es in Richtung Volkspalast zum ersten Auftritt von DA-SEIN. Das spanische Duo aus dem Hause Galakthorroe musste ich mir als November Növelet Fan anschauen, um zu hören, wie nah sich die beiden Projekte sind. Der Auftritt in der Kantine zeigte, warum sich die Labelchefs nicht darum drängen, live zu spielen: Der soundproduzierende Herr stand hinter seinem Laptop und nur die singende Dame brachte etwas unterkühlte Bewegung in die Szenerie. Dafür war die Sängerin nett anzusehen. Musikalisch fand ich das Ganze angenehm aber auch nicht so extrem eigenständig oder neuartig – so wie es sich auf der CD schon abgezeichnet hatte. Nichtsdestotrotz ein schönes Konzert mit einer lustigen Unterbrechung dazu. Denn irgendwann ging im Volkspalast mal der Alarm an. Die Fans ließen sich davon jedoch nicht stören, die meisten hielten ebenso wie ich, das penetrante Fiepen wohl für Teil des dargebotenen Kunstwerkes. Erst als die Musik aussetzte und die Ordnungskräfte die Anwesenden aufforderten, den Raum zu verlassen, keimte die Erkenntnis, das wohl ein Feuer ausgebrochen sein müsse und die Evakuation angeraten. Letztendlich war das Ganze nur ein Fehlalarm und eine gute halbe Stunde später ging es weiter, nachdem die zwischenzeitlich eingetroffenen St. Florians Jünger wieder abgezogen waren. Aber dies es Ereignis zeigte mir deutlich, dass der übermäßige Konsum experimenteller Musik auch so sein Gefahren birgt…

In der Kuppelhalle spielte dann SYLVGHEIST MAËLSTRÖM aus Frankreich, eigentlich ein Ein-Mann-Projekt. Gesehen hatte ich den Herren, der sich um einen Live-VJ verstärkt hatte, bereits vor einiger Zeit beim Elektroanschlag in Altenburg. Aus meiner Sicht ganz nette, elektronische Musik mit hoher Beat-Lastigkeit. Auf Dauer fesselt mich das Ganze aber nicht allzu sehr, wenn auch die Projektionen im Hintergrund recht ansprechend waren.

Zurück in der Kantine feierten wir dann die Freunde von MAGADAN. Das Prager Power Electronics Duo muss sich hinter anderen Szenegrößen nicht verstecken, Frontfrau Magda hat trotz geringer Körpergröße, getragen von harschen Drone-Sounds, eine Power, die manch kräftigeren Kollegen wegbläst. Videotechnisch und inhaltlich beschäftigen sich Magadan mit den Auswüchsen des Kommunismus, gerade in seiner Anfangszeit. Der Vortrag ist also in Summe reichlich nihilistisch, also genau, wie ich es liebe.

Nach dieser Steilvorlage rockten SUTCLIFFE JÜGEND dann die Kuppelhalle. Ich habe zwar schon einige Konzerte der Briten gesehen aber das war eindeutig das beste. Das mag verschiedene Ursachen haben: Das aktuelle Album „Shame“ ist großartig und voller Power, der Sound in der Kuppelhalle war gigantisch und Kevin Tomkins und Paul Taylor genossen die Nähe zum Publikum, durch die die physische Performance direkt auf das Publikum überschwappte. Sänger Kevin litt und tobte auf der Bühne, während Kevin insbesondere Dank seiner verzerrten Gitarre die Stimmung anheizte. Power Electronics at it’s best!

THE EYE OF TIME aus Frankreich nahmen dann deutlich das Tempo raus. Das Projekt von Marc Euvrie verbindet, wie die meisten Musiker aus dem Hause Denovali, experimentelle Sounds mit klassischen Elementen (hier der Einsatz des Cellos) sowie elektronischer Popmusik. Zwar fällt es mir schwer, die Charakteristika der einzelnen Acts zu isolieren, insgesamt fand ich aber bisher noch keine der Denovali Bands schlecht, und so auch nicht THE EYE OF TIME. Insgesamt ist mir das aber zu sehr „Ambient“ im Sinne von nebenher-Musik. Sobald der letzte Ton verklungen ist, habe ich das Ganze vergessen. Was mir aber auch bei vielen Dark Ambient Sachen so geht…

Als Highlight des Abends stand dann CABARET VOLTAIRE auf der Bühne. Mittlerweile besteht das Projekt, ein Wegbereiter elektronischer Musik, nur noch aus Richard H. Kirk. Zum Berliner Atonal Festival 2014 hatte Kirk die „Cabs“ wieder zum Leben erweckt, ohne jedoch auf der nostalgischen Welle zu schwimmen. Ich war bei dem Konzert in einem leer stehenden Kraftwerk anwesend und ich fand das Ganze schon damals eher so lala. Schlecht war die leicht technoide Musik auch diesmal nicht aber die Magie der Anfangsjahre, die absolute Düsternis ist verflogen. Müde war ich auch so langsam nach fünf Tagen feiern und so machte ich mich auch noch vor Ende des Konzerts auf den Weg.

Abschluss

Trotz all der Abwechslung muss ich sagen, dass neben dem Auftritt von Nikolas Schreck, das WGT Warm-Up für mich in diesem Jahr das absolute Highlight war. Zwar bin ich kein EBM-Aficionado aber nächstes Jahr trudele ich garantiert wieder am Donnerstag zum Aufwärmen ein.

Wie jedes Jahr lag der Schwerpunkt meiner Konzerte auf wunderbaren Auftritten im Schauspielhaus und im Volkspalast, auch wenn mich Esben And The Witch ins immer viel zu warme Landramtsamt lockten und ich das etwas überfüllte Stadtbad für The Revolting Cocks und Azar Swan aufsuchte. Zu meckern gibt es selbstverständlich immer was, im Großen und Ganzen war ich aber wieder sehr zufrieden mit dem WGT und werde auch 2018 dabei sein!

Ein Kommentar

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