Bisclaveret ‎– Theu Anagnosis (CD, LP, Zoharum)

Bisclaveret

Das griechisch betitelte Werk – leider kann ich die Bedeutung nicht erschließen – ist das neueste Album aus dem Hause Bisclaveret, erschienen gegen Ende vergangenen Jahres. Es liegt mir sowohl als CD als auch als wunderschöne, gülden verpackte Schallplatte vor – ein Augenschmaus und Sammlerstück.
Der Inhalt muss sich hinter dieser optischen Oppulenz nicht verstecken. Bisclaveret klingen einerseits „wie immer“, soll heißen, ihr typischer Stil ist erkennbar, doch andererseits wird auch ein Fortschritt deutlich. Nicht allein, dass Gestaltung und Sound perfekt sind, auch musikalisch hat das Duo sein Spektrum erweitert. Dass was früher oft den überwiegenden Teil der Musik ausmacht, der recht statische ambiente Teil, wird erstmals durchgängig mit dynamischen Elementen kombiniert – orientalisch wirkende Zither wie auf „Seven Lands Of Happiness“, Klaviermelodien und Streicher auf „Out Of The Depths…“ und „Dog’s Blood….“, indianischer Singsang und passendes Trommeln bei „Three Sacrements“, ein treibender, hintergründiger Tribalrhythmus, etwas schneller in „Two ways…“, etwas langsamer bei „Humanis Sanctus“. Nur „Trio Deum“ und „In The Hospital…“ sind eher typische Bisclaveret Song, der fast bewegungslos im Raum schweben, bei letzterem Stück durch eine romantische Streicher-Melodie getragen. Insgesamt aus meiner Sicht die beste, weil abwechslungsreichste Platte von Bisclaveret und zudem wesentlich eingängiger als die bisherigen Werke, ohne dass sich die Polen dem Zuhörer zu gefällig machen. Unbedingt zugreifen sollten alle, die mystische Musik mögen, in deren Klangwelten man sich fallen lassen kann.

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