Beastmilk – Climax (LP/CD, Svart Records)

Beastmilk

Ein Freund gab mir die CD zum Anhören mit der Bemerkung, dass mir als altem Joy Division-Fan das Album sicher gefallen würde. Nach dem ersten Durchhören konnte ich seine Begeisterung nicht so richtig teilen, klang mir das Ganze doch zu sehr nach dem nächsten Editors-Klon.
Auch wenn mich „Climax“ immer noch nicht so kickt, wie zum Beispiel die Werke der französischen Post-Punk-Kollegen von Frustration, schlecht ist das Album sicher nicht, wenn auch aus meiner Sicht ein klein wenig zu glatt: Mir fehlt es schlicht etwas an Härte. Live sind Beastmilk sicher ein ganzes Stück zupackender.
Besonders spannend fand ich die Information, dass es sich bei Beastmilk eben nicht um die hundertste englische Newcomerband handelt, sondern um eine finnische Truppe gestandener Musiker; der Hauptsongsschreiber und der Sänger kommen gar aus dem Black Metal. Noch ein Grund mehr, ein wenig Härte einzufordern.
Alles in allem gibt es an „Climax“ aber nicht viel zu kritisieren. Wer Post Punk mit einem Einschlag von melancholischem Pop liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Die Songs sind energetisch, emotional, eingängig, so dass sie sich schnell im Gehirn verankern und auch zum Tanzen animieren. In Summe ein schönes Album; ob ich es allerdings meiner Plattensammlung hinzufüge, da bin ich mir noch nicht ganz sicher. Das wundervoll-traurige „Strange Attractors“ könnte hierfür letztendlich den Ausschlag geben. Wenn, dann hole ich mir sicher die LP, auch um das tolle Design richtig würdigen zu können.

Wer sich das Album anhören und auch digital erwerben will, kann über die Bandcamp-Seite von Beastmilk tun.

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