Raison D’Être – Mise En Abyme (CD, Transgredient Records)

Raison D'Être

(digital promo)

Seit 1992 hat Peter Andersson eine ganze Menge Alben unter dem Namen Raison D’Être veröffentlicht, außerdem war der Schwede noch mit fast zwei Handvoll weiteren Projekten aktiv. Klar, dass mir Andersson da schon das eine oder andere Mal „über den Weg gelaufen ist“, u.a. habe ich ihn mindestens zweimal live gesehen. Ein vollständiges Album von ihm, mal abgesehen von einer Art „Best Of“ seiner Projekte „Perception Multiplied, Multiplicity Unified“ konnte ich bisher noch nicht mein eigen nennen. Nun also das frisch gepresste „Mise En Abyme“, das mit vier überlangen Titeln aufwartet: „Abyssos“, „Infernos“, „Katharos“ und „Agraphos“.
Wer die CD bzw. die Digitalversion der Platte startet, sollte sich nicht wundern. Es dauert eine ganze Weile, bis der erste Ton wahrzunehmen ist – Geduld ist also geboten. Wer die aufbringt, den erwartet ein extrem ausgereizter Ambient, der weit über das typische Drone-An- und Abschwellen hinausgeht. Andersson ist ein Meister des Faches. Er bindet mystische Gesänge in seinen Sound ein, metallisches Geklapper und Glockengeläut, das Blasen von Hörnern, ein entrücktes Rumpeln. Das Endergebnis ist stets beeindruckend, weil wie nicht von dieser Welt. Musik, um sich fallen zu lassen und die verschiedenen, in den Titeln angedeuteten Zustände zu durchleben. Die Musik von Raison D’Être ist immer sehr langsam und ätherisch, also nichts für nebenher und „schnell mal reinhören“. Wer sich auf „Mise En Abyme“ einlässt, wird dies aber sicher nicht bereuen.

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