Phragments – New Kings And New Queens (CD, Malignant Records)

Phragments

Bisher war das Projekt Phragments vor allem durch seine martialischen Stücke aufgefallen, wobei es die Slowaken immer vermieden, im Pathos zu ertrinken. Mit dem vorliegenden Alben schlagen Matej Gyárfás und Nenad Berankovic jedoch einen ganz anderen Weg ein, als man hätte vermuten können. Die sechs Stücke auf „New Kings And New Queens“ lassen sich als eine sich sehr langsame entwickelnde Dronemusik verstehen, die einen symphonisch erhabenen Charakter entwickelt. Statt auf Marschrhythmen setzen Phragments auf meditative Klänge, in die sich der Hörer versenken kann. Der Ausdruck Dark Ambient trifft dabei jedoch nicht, denn der Musik haftet etwas Lichtes an, die Stimmung erinnert an das Gefühl, auf einem hohen Berg zu stehen, rundherum die gewaltige Natur. Hier kann sich der Mensch einerseits klein und machtlos fühlen aber auch als Teil des majestätischen Ganzen. Eine Assoziation, die durch das Cover der CD noch verstärkt wird.
Sicher ein etwas unerwarteter Schwenk, den Phragments hier nehmen, zu ihrem Schaden wird es aber sicher nicht sein. Statt großer Geste liefert das Duo nun den Soundtrack für eine innere Versenkung, aus der der Hörer immer wieder einmal aufgeschreckt wird.

 

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