Haus Arafna – All I Can Give (7‘‘, Galakthorroe)

Haus Arafna

Nach den eher soften letzten Alben der Industrial-Helden ist die Erwartung an das neueste Werk groß. Und der Opener „Pain Loves Pain“ lässt die alten Fans hoffnungsvoll aufhören. Das klingt ja fast wie zu „SexUmas“-Zeiten, rau, ungeschliffen, chaotisch, nur unterbrochen von kurzen nachdenklichen Betrachtungen.
Doch schon bei „Jiva“ zeigt sich, dass es keine Rückkehr zu den Anfangstagen geben wird. Stimmlich bewegt sich Mr. Arafna hier eher wieder in November Növelet-Gefilden, spricht sanft-melancholisch über einen hoppelnden Kopfnicker-Rhythmus, der mit kurzen Entladungen akzentuiert und von gelegentlich von Synthesizer-Sounds unterlegt wird. Auch Frau Arafna kommt im Hintergrund zu Wort.
„Lonely Lover“ präsentiert sich als trauriges, leicht verzweifeltes Liebeslied, dass den Sound der letzten, eher gemäßigten Veröffentlichungen von Haus Arafna aufnimmt. Schöner (darf man das in dem Zusammenhang sagen? 😉 ) sich schwerfüßig dahinschleppender Angst Pop, wenn auch nicht spektakulär.
Und auch „All I Can Give“ bleibt der Angstpoppigen Linie der Arafnas treu. Ein sparsamer, mittelschneller Dampflokrhythmus mit entsprechenden Zischlauten auf analogem Synthiefundament und dazu der typische traurig-melancholische Gesang und ganz viel Hall.
Ganz offensichtlich hat das Duo seinen Weg gefunden, der insgesamt etwas ruhiger ausfällt. Mit „Pain Loves Pain“ hat Haus Arafna auch diesmal einen „Ausreißer“ dabei, wie eigentlich auf jedem ihrer Veröffentlichungen bisher. Als Fan der schon seit „Blut“ das WSerk der Band verfolgt, wünschte ich mir, dass die beiden ihre Altersweisheit und -verzweiflung öfter vergessen und nicht nur gelegentlich das Biest von der Kette ließen. Aber die Zeiten sind wohl vorbei…

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