Madeiradig 2015

Nachdem ein paar Tage ins Land gezogen sind und der Restalkohol so langsam verflogen ist, ein kurzes Statement zum Madeiradig 2015. Die Bilder vorab hatten nicht zu viel versprochen …nach Halteerlebnissen in Madrid (Psychic TV, die so lala waren; Genesis konnte aus unbekannten Gründen seine schönen Augen kaum öffnen; auf der After Hour Party war nur Alice Genese noch anzutreffen und voll-zu-bequatschen) über Lissabon (fast nur die wunderschöne & debile Alfama erlebt und genossen) wurde man vom Airport Funchal komfortabel (mit anderen Festival-Teilnehmern) an den Ort des Geschehens transportiert. Tja, und die Leute von Digital Berlin habe mit Ponta del Sol nicht nur den sonnigsten Flecken auf Madeira für das Festival ausgewählt, sondern auch einen der magistischen Festivalorte wohl weltweit. Die Herberge Estalagem ist zwar ein Design-Tempel (die einem Kultur-Millionär gehört, der das Festival großzügig sponsert), jedoch mit zirka 200 untergebrachten Festivalbesuchern in dieser Zeit, ein fast abgeschlossenes Universum für sich. 100 weitere waren wohl noch im unten am Strand gelegenen Partner-Hotel Villa untergebracht.
So starteten dann an 4 Abenden um 20.45 zirka 3 Busse zum 15 Minuten entfernten „The Art Center Casa Das Mudas“, wo die Konzerte stattfanden. Ein neuerbautes kubistiches Museum auf einer weiteren imposanten Klippe gelegen, mit einem Saal für zirka 250 Leute und feinster Anlagentechnik. Am Freitag John Chantler (AU), ein Knöpfchendreher, der kaum Spuren hinterlies, dann aber die strange Haley Fohr als Circuit des Yeux, die mit ihrer schrägen „Fast-Männerstimme“ an Scott Walker meets Nick Drake erinnert, Live aber extrem krachig und feedback-artig rüberkam.

Am Samstag dann nach anstrengender und lustiger Levada-Wanderung durch den Lorbeerwald die Mego Label Nacht. Es spielten Thomas Brinkmann (Minimal Techno, nicht mein Ding) & Chra (C. Nicolai-Schüler?) und die Schwedin Klara Lewis, die ein brauchbares Set ablieferte.

Dann noch zum Abschluss Florian Hecker & Tina Frank, die einen super „DADA“ Gig ablieferten, wobei die Visuals von Tina Frank einfach unglaublich waren (sie zählt wohl auch zu den „top 100 graphic designers worldwide“). Hier ein Video mit COH (ex COIL, sie hat auch einige Cover für COH gemacht).

Sonntag nach langer Nacht (die After Hour Parties im Hotel gingen immer bis zirka 7.30h) spielten dann Eli Keszler & Rashad Becker zusammen einen krachigen Jazztrip sowie die ruhigen und dronigen A Winged Victory For The Sullen.

Der Knüller war aber der junge japanische DJ ENA auf der After Party im gemütlichen Hotel-Klippenzelt, der das Publikum bis in den frühen Morgen schwer anballerte.

Montag dann noch die krachjazzige Frauenband Selvhenter (DK), leider nur zu Dritt (ohne die 2 Schlagwerkerinnen), aber kaum minder konsequent und intensiv wie die Swans, wobei sie nur Blas- & Streichinstrumente benutzen. Sollte man mal gesehen haben, die pusten schwer durch! Für ich bis dato eine der härtesten (gehörten) Damenkapellen

Zum Abschluss noch die leicht „angekrankten“ Supersilent (NO). Mehr als 4 Tage Rundlos-Sorglos-Programm mit netten Menschen aus allen Herren Ländern an einem Ort, dazu noch Sonne, Suff & Meer, mehr geht wohl kaum!

Madeiradig Madeiradig Madeiradig
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Bild & Wort

JOSCHA

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