Dune Messiah (Mittwoch 17. Februar 2016, Hole Of Fame, Dresden)

Mittwochabend im Hole of Fame; der kleine Laden in der Dresdner Neustadt ist gut gefüllt. Auf der Bühne – sprich vorm Fenster mit Blick auf die Königsbrücker Straße – stehen DUNE MESSIAH aus Dänemark.

Mein Interesse an dem Projekt wurde durch die Information geweckt, dass Sänger und Gitarrist Magnus Westergaard in gleicher Funktion bei THE WOKEN TREES Musik macht. Die Band hatte ich in Leipzig beim WGT 2014 erleben dürfen, wo sie am gleichen Abend wie die fantastischen ESBEN AND THE WITCH spielten und mir in guter Erinnerung blieben.

Pünktlich im 9 begannen die drei Herren ihr Set: Westergaard wurde live von Victor Nunu und Jonathan Hjort an Bass und einem Elektronik begleitet.

Dune MessiahBis auf „Little“, bereits jetzt ein „kleiner Hit“ des Trios, kannte ich nichts von Dune Messiah. Ich hatte mich dafür entschieden, nicht zu recherchieren, sondern mich überraschen zu lassen. Und diese Überraschung gelang den Dänen auch, denn keines ihrer Stücke klang wie „schon mal gehört“, auch wenn es klare Referenzen gibt. In der Ankündigung der Show war die Rede von „Leonard Cohen und Post-Punk Bands wie The Gun Club und 16 Horsepower“. Ich fühlte mich gelegentlich auch an die Balladen von Chris Isaak erinnert, deren Sogwirkung sich eigentlich niemand entziehen kann, selbst wenn er sie kitschig findet.

Allein die Nennung dieser Namen legt nahe, dass DUNE MESSIAH eher nicht im NeoFolk unterwegs sind, auch wenn sie ihre Musik selbst so bezeichnen. Ich denke, sie lassen sich vielmehr in eine popmusikalisch „aufgebohrte“ Singer-Songwriter Tradition einsortieren, mit viel Gefühl und echtem Pathos. Es gehört schon viel Mut und Können dazu, diese Art Musik zu meistern, denn schnell kann es auch peinlich werden.

Doch DUNE MESSIAH meisterten mit ihren eingängigen doch spannenden Songs diese Klippe und ließen mich am Ende recht euphorisch zurück, so dass ich ihren ersten und bisher einzigen Tonträger erstand. Nicht nur die Musik begeisterte, auch im persönlich Gespräch nach dem Konzert erlebte ich die Dänen als angenehme, freundliche und sehr bescheidene Zeitgenossen, die sich ob der positiven Reaktionen des Publikum überrascht und dankbar zeigten. Ich bin sicher, DUNE MESSIAH haben das Zeug, das nächste große Ding zu werden und ich würde mich sehr über ihren Erfolg freuen!

Ganz lieber Dank geht an dieser Stelle auch an die Macher des Hole Of Fame, die diesen wunderbaren Abend ermöglicht haben. Wer den Kloschlüssel noch in seiner Tasche findet, der möge ihn bitte zurückbringen! 😉

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