Wicca, das Mysterium zwischen Menschen und Göttern

Interview mit einer Hexe

 

Hexe

Hexen kennnen wir seit dem Kindesalter. In den Märchen sind es meist ältere Frauen, die unschuldige Kinder verzaubern oder schlimmstenfalls verspeisen (wollen). Später lernen wir, dass es vor allem Frauen gibt, die sich selbst als Hexen bezeichnen. Doch was sind das eigentlich für Menschen? Esoterische Spinner, Kräuterkundige oder feministische Vorkämpferinnen. Sicher, all diese „Hexen“ gibt es. Die in unserem Interview vorgestellte ist aber eine junge Frau, die mitten im Leben steht und sich selbst als Wicca bezeichnet. Lest und urteilt selbst.

Kannst du unseren Lesern eine kurze Einführung geben, was für eine Art „Hexe“ du bist…

Ich bin Priesterin im Wicca-Coven Amhran. Vor ca. 3 Jahren wurde ich bei Cumhachd in Wicca initiiert. Wir praktizieren Gardnerian-Wicca und agieren in Sachsen und Baden-Württemberg.

Wie bist du selbst zum Wicca gekommen? Was hat dich daran fasziniert?

Als allein praktizierende (solitäre) Hexe, die so gut wie keine Gleichgesinnte in Dresden kannte und über wenig „Hexenerfahrung“ verfügte, suchte ich vor ca. fünf Jahren Anschluss an einen Coven bzw. an eine magisch arbeitende Gruppe. Ich las in einem Buch folgenden Satz: „Du findest keinen Coven, der Coven findet dich“, was ich damals als wenig ermutigend empfand. Nachdem ich meinen neu gegründeten Dresdner Hexen- und Heidenstammtisch Emania im Internet bewerben wollte, stieß ich auf die Homepage von Cumhachd, welche ausgerechnet im gleichen Monat einen „Wicca-Workshop „in Chemnitz anboten. Aus Neugierde und völlig ohne Erwartungen bin ich hingefahren, ohne zu wissen, was Wicca wirklich bedeutet. Und als Trainee des Cumhachd-Covens fuhr ich wieder heim. Der Coven hatte mich gefunden.

An Wicca fasziniert mich vor allem, dass mit Polaritäten, symbolisiert durch Gott und Göttin, gearbeitet wird. Die meisten Hexentraditionen sind eher feministischer Natur. Im Wicca findet man auch Männer und die Einbeziehung beider Kräfte empfinde ich als unabdingbar. Wicca bedeutet Coven und Gemeinschaft, welche ich nicht mehr missen möchte. Des Weiteren trennt man im Wicca nicht zwischen „gut“ und „böse“, da „gut“ und „böse“ immer im Auge des Betrachters liegen. Ich kann mit dualistischen Bildern und derartigen Dogmen nichts anfangen.

Wie hat sich das Ganze bei dir entwickelt? Hast du irgendwelche religiösen, mystischen oder esoterischen Wurzeln?

Was meine Entwicklung zur Hexe betrifft, so habe ich einen eher untypischen Werdegang hinter mir. Ich habe weder religiöse, mystische noch esoterische Wurzeln. Im Gegenteil, ich bin als überzeugte Atheistin in der DDR aufgewachsen, die alle Menschen, die an einen Gott glaubten, für nicht zeitgemäß hielt. Gut, einen Hang zum Okkultismus hatte ich schon immer. Als Teenager der Grufti-Szene habe ich das ein oder andere kleine Experiment gemacht, das war aber eher Spielerei. Hexe wurde ich erst Ende meiner 20er und völlig unspektakulär. Ich habe zur richtigen Zeit eine Hexe kennen gelernt und zur richtigen Zeit die passende Literatur in den Händen gehabt („Die Nebel von Avalon“ von Marion Zimmer Bradley). Ich wusste plötzlich, DAS ist mein Weg und ich musste ihn weitergehen. Die Spiritualität entwickelte sich nach und nach, vor allem durch die gemeinschaftliche Arbeit im Coven. Mysterien kann man nicht durch Bücher erlernen, die muss man erfahren.

Die Wiccas sind in Coven organisiert. Wie funktioniert das, gibt es da Hierarchien, Weisungsrechte etc.? Was macht ihr, wenn ihr zusammen seid?

Stimmt, Wicca ist eine Coven-Tradition. Jeder Wicca ist Hexe, aber nicht jede Hexe ist Wicca. Ich muss das an dieser Stelle mal sagen, da der Begriff „Wicca“ inzwischen als Überbegriff für Hexe steht, was aber nicht richtig ist.

Ein Wicca-Coven hat Hierarchien; zum Coven gehörig sind die Priester ab dem ersten Grad. Geleitet wird der Coven durch eine Hohepriesterin mit der Unterstützung eines von ihr gewählten Hohepriesters. Zur Hohepriesterschaft gehört man ab dem zweiten Grad. Der Elderrat agiert beratend und – falls notwendig – vermittelnd. Der dritte Grad hebt sich durch das Verständnis der Tiefe der Mysterien ab, in den dritten Grad wird man (ähnlich wie im ersten Grad) durch die Mitwirkung der Götter berufen, während der zweite Grad vor allem eine Entscheidung des Priesters ist. Ich selbst bin in den zweiten Grad initiiert. Mit jedem Grad steigt die spirituelle Verantwortung innerhalb des Covens und auch die Aufgaben unterscheiden sich. Letztlich sind wir aber alle Priester und vor den Göttern gleich. Wir stehen alle freundschaftlich und innig zueinander und in der Wertschätzung untereinander gibt es keine Unterschiede zwischen den einzelnen Graden.

Vor allem feiern wir die acht Jahreskreisfeste zusammen (Samhain, Yule, Imbolc, Ostara, Beltane, Litha, Lughnasad und Mabon), treffen uns aber auch zu gemeinsamen Esbats, Projekten oder einfach nur so, um miteinander Eis essen zu gehen.

Wie wird man initiiert und was musstest du dafür tun? Was verändert sich nach der Initiation?

Die Ausbildung als Trainee dauert mindestens ein Jahr und einen Tag. Diese Zeit ist für beide Seiten wichtig. Man erlernt nicht nur die Wicca-Kunst, sondern die Zeit dient auch dazu, sich zu überlegen, ob man wirklich in diesen Coven initiiert werden möchte. Und für die Coven-Mitglieder bedeutet es, zu prüfen, ob der Trainee wirklich für den Coven und eine Priesterschaft geeignet ist. Denn es muss auch auf menschlicher Ebene passen. Eine Initiation in einen Coven bedeutet auch Verantwortung und Zuverlässigkeit. Wenn die Trainee-Zeit vorbei ist und man sich bereit fühlt, fragt man einen Hohepriester oder -priesterin, ob er/sie bereit ist, die Initiation durchzuführen. Diese erfolgt im Rahmen eines Einweihungsrituals, zu dem ich hier natürlich keine Informationen geben kann.

Nach der Initiation ist man Priester bzw. Priesterin und fester Bestandteil des Covens. Man kann nun selbst Trainees ausbilden und es beginnt die Arbeit des ersten Grades, zur Priesterschaft gehört ständige persönliche Weiterentwicklung. Oftmals geschieht es, dass nach so einer Initiation das Leben des Priesters aus den Fugen gerät, man spricht von der Erstgradkrise. Diese zu bewältigen ist eine Herausforderung.

Welchen Einfluss hat das Wicca-Sein auf dein alltägliches Leben?

Ich lebe Wicca. Das ist schwer zu erklären. Man denkt, fühlt und reagiert anders. Man steht ständig in Kontakt und hält Zwiesprache mit den Göttern. Man sieht viele Geschehnisse aus anderen Augen, erkennt plötzlich Zusammenhänge. Man lebt bewusst nach dem Kreislauf des Jahres; Magie wird als etwas Natürliches erachtet und die spirituelle Weiterentwicklung wird zum festen Lebensbestandteil. Aber: Ich versuche nicht, jedes Problem mit Magie zu lösen, ich lege mir auch nicht täglich die Tarot-Karten (das tue ich sogar eher selten). Man darf nicht vergessen, im Hier und Jetzt zu leben.

Welche Rolle spielt die Gruppe, welche Rolle spielt die Individualität?

Für mich spielt die Gruppe eine große Rolle, sonst wäre ich nicht in einem Coven. Ohne den Coven hätte ich niemals das gelernt, was ich heute kann. Die Arbeit in der Gruppe, das gemeinsame Experimentieren, der Austausch, die gegenseitige Unterstützung, das alles wäre als allein praktizierende Hexe nicht möglich. Man knüpft tiefe Bindungen zu den Brüdern und Schwestern, der Coven wird zur Familie. Das bedeutet auch, für den Coven immer da zu sein, was für viele Hexen eine Verpflichtung ist, die sie nicht eingehen wollen. Denn im Coven kann man nicht nur nehmen, man muss auch geben.

Im Wicca spielt die persönliche Weiterentwicklung eine große Rolle. Eine Hexe sollte immer bestrebt sein, sich selbst kennen zu lernen, sich zu verbessern, verborgenes Wissen zu erlangen, Erfahrungen zu sammeln. Deshalb ist es auch üblich, dass die Covenmitglieder sich nebenbei mit anderen Gebieten beschäftigen, sei es Thelema, Chaos-Magie, Lehren anderer Religionen, Philosophie, etc.

Was ist für die dich die Quintessenz von Wicca, der Kern der Lehre?

Also ich würde sagen, Wicca ist Gemeinschaft im Coven, das Mysterium zwischen den Menschen und den Göttern. Es geht darum, den Tanz von Gott und Göttin zu erleben und ihr Wirken den Menschen zu vermitteln. Wicca ist eine Priesterreligion, die die Menschen von Geburt bis hin zum Ableben und einem möglichen Nachleben/Wiedergeburt begleitet, dass wir uns beständig vergegenwärtigen, dass unser Leben zwar nur ein kleines Rädchen von vielen im großen Kreislauf des Weltgeschehens ist, der sich beständig wandelt, auf den wir aber auch im Kleinen gehörig Einfluss nehmen können und entsprechend Verantwortung dafür tragen, wie wir leben.

Welche Art von verborgenem Wissen suchst du? In welcher Form machst du das?

Das ist eine ziemlich persönliche Frage und lässt sich nicht in zwei, drei Sätzen beantworten. Pauschal gesagt suche ich nach spirituellem Wissen, welches ich nutze, um den Alltag zu bewältigen, aber auch mal hinter mich lassen zu können. Ich bin sehr neugierig, ich will wissen, wie dieses und jenes „funktioniert“, von daher probiere ich auch Wege der spirituellen Praxis aus. Das kann ein Wiccaritual sein, aber ebenso eine schamanische Trommelsession bis hin zum komplizierten chaosmagischen Ritual. Geschriebenes Wissen nützt mir nicht viel, es gibt einen Unterschied zwischen dem „etwas zu wissen“ und „etwas wirklich zu verstehen“.

Wie siehst du die okkulte Szene im Allgemeinen?

Es gibt in Deutschland durchaus eine okkulte Szene, die z.B. neben Hexen-Coven, Asatru (Anhänger nordischer Mythologie) auch einige magische Orden umfasst. Ich finde es immer wieder spannend, neue Leute aus der Szene kennen zu lernen. Man kann sehr viel lernen und sich gegenseitig austauschen. Dank des Internets und der riesigen Auswahl an Literatur ist es heutzutage auch kein Problem mehr, Kontakte zu knüpfen.

Natürlich trifft man auch schwarze Schafe oder Spinner in der Esoterik-Szene. Noch schlimmer sind die Abzocker, die viel Geld für angebliche Wunderheilungen, Rückführungen, Reiki, Vorhersagungen, Channeling oder sonst was verlangen. Das ist teilweise unglaublich, was man so alles hört.

Übrigens, Wicca kostet kein Geld, das steht schon in den Gesetzen von Gardners „Book of Shadows“ geschrieben. Wer Wicca werden möchte und für seine Ausbildung bezahlen muss, ist definitiv bei den falschen Leuten gelandet. Wir bieten unsere Dienste kostenlos an und erhalten öfters Anfragen zur Durchführung von z.B. Handfastings (heidnische Hochzeiten), Baby Blessings, Reiki-Behandlungen oder Ähnlichem. Es kommt auch vor, dass uns Leute wegen Liebeszaubern kontaktieren, da erlebt man schon irre Geschichten, aber letztendlich versuchen wir, den Leuten irgendwie zu helfen, und wenn man nur zuhört und die Menschen aufbaut.

Kannst du uns kurz ein typisches Ritual beschreiben?

Wicca-Rituale werden üblicherweise wie folgt durchgeführt: Zuerst wird ein Grundritual vollzogen, um den heiligen Raum zu erschaffen. Dazu gehört eine Einstimmung, die Segnung und Weihung der Teilnehmer, das Ziehen des Kreises mit dem Athame oder dem Schwert und die Anrufung der Elemente in den entsprechenden Himmelsrichtungen. Dazu gibt es klassische Texte. Je nach dem, wofür man das Ritual macht, beginnt nun der Hauptteil. Oftmals erfolgt eine Invokation der Göttin oder des Gottes, das bedeutet, dass mittels einer bestimmten Technik die Gottheit in den Hohepriester/die Hohepriesterin gezogen wird. Dadurch wird göttliche Energie in den Kreis geleitet, die man für die Stärkung der Rituale, Weihungen oder auch für Ehrehrbietungen nutzen kann. Bei den Jahreskreisfesten folgt oftmals ein Mysterienspiel oder es werden nun Zauber durchgeführt, Dinge mittels Energiearbeit geweiht und Ähnliches.

Anschließend erfolgt der Kleine Gamos, die Vereinigung von Göttin und Gott. Dafür hält die Priesterin das Athame – Symbol des Männlichen -, und der Priester einen Kelch – Symbol des Weiblichen – gefüllt mit Wein in den Händen. Durch das rituelle Eintauchen des Athame in den Kelch werden beide Kräfte vereint. Der Kelch geht anschließend im Kreis herum und die Teilnehmer trinken den Wein. Anschließend wird gesegneter Kuchen herumgereicht und der Kreis wird aufgelöst, die Elemente verabschiedet. Und dann wird gefeiert.

Wissen Freunde und Bekannte, dass du Wicca bist? Wie haben sie darauf reagiert?

Nicht alle Menschen aus meinem Umfeld wissen, dass ich Wicca bin, man muss schon aufpassen, wo man sich „outet“. Meinen Freunden ist es bekannt und sie haben es mehr oder weniger akzeptiert. Sicherlich war es für die Leute, die mich noch vor meiner „Hexenzeit“ kennen, nicht einfach, meine Entwicklung zu beobachten. Einige haben mich belächelt, andere machten sich Sorgen, ich würde in das „düstere Reich der Finsternis“ abgleiten. Oder man setzte Coven mit Sekte gleich. Eine langjährige Bekannte brach zu mir den Kontakt ab, sie war eine sehr konservative Katholikin. Eine andere christliche Freundin, die ich seit 30 Jahren kenne, betet für mein Seelenheil und der Kontakt ist inzwischen auch leider lose geworden. Aber im Groben und Ganzen klappt das ganz gut mit der Akzeptanz.


Wie ist das Verhältnis von Wicca zu den so genannten Neu-Heiden? Wo gibt es Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede?

Wicca wurde in den 50er Jahren von Gerald Gardner gegründet. Es handelt sich dabei also auch um eine Variante des Neuheidentums. Jeder Wicca ist Heide, aber nicht jeder Neuheide ist Wicca. 😉 Und wie bei jedem Neuheiden/Heiden ist es auch beim Wicca so, dass alles wahnsinnig individuell und komplex ist, zu komplex, um zu pauschalisieren. Glaub mir, wenn man das versucht, kommen mindestens drei Leute an und sagen dir, es sei völlig anders!

Wicca wurde gegründet, um die aussterbenden Volksbräuche wieder mit den Mysterien des Okkulten zu verbinden bzw. welche darin wieder zu erwecken, diese Gemeinsamkeit finden wir in vielen magischen Traditionen wieder. Damit wollen wir unsere Wurzeln bewahren und deren Wissen zukunftsfähig machen.

Es gibt aber auch ganz eigene magische Gesellschaften, die sich eher den Reichen des Fantastischen zugewendet haben, Stichwort „Necronomicon Gnosis“ oder Klingonische Magie.

Kann man gleichzeitig Wicca und z.B. Christ sein?

Meiner Meinung nach, nein. Wicca ist eine polytheistische Tradition, wir verehren Gott und Göttin und „arbeiten“ mit verschiedenen Gottheiten. Und ich erinnere mich an das christliche Gebot: „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“. Außerdem tun Hexen viele Dinge, die der christlichen Institution nicht passen. Die Wiccas, die ich kenne und christlich aufgewachsen sind, haben lange vorher schon ihren christlichen Glauben abgelegt.

Wie ich bereits erzählt habe, ist es aber durchaus üblich, dass Wicca sich auch mit anderen okkulten Richtungen beschäftigen und dort aktiv arbeiten. Ich selbst bin noch in einen anderen magischen Orden initiiert, das ist kein Problem.

Wie viele Richtungen gibt es im Wicca und wie stehen die einzelnen Gruppierungen zueinander?

Zu dem britisch-traditionellen Wicca (BTW) gehören vor allem die Gardnerian und Alexandrian Wicca, die wohl die größte Anzahl in der Szene ausmachen und sich auf eine bis auf Gerald Gardner zurückgehende Initiationslinie berufen. Alex Sanders gründete in den 60ern mit seiner Frau Maxime seinen eigenen Coven und so entstand die Alexandrische Tradition, die in vielem der Tradition Gardners ähnelt.

Das Wort „ALGARD“ ist eine Zusammensetzung der Namen „Alexandrian“ und „Gardnerian“ und steht somit für eine Verbindung der Alexandrischen und Gardnerischen Wicca-Traditionen. Angeblich wurde „Algard-Wicca“ von der Amerikanerin Mary Nesnick gegründet, die in beiden Traditionen initiiert war. Die in der Wicca-Szene berühmte Autorin Vivianne Crowley ist eine Vertreterin des Algard-Wicca.

Des Weiteren findet man das von Raymond Buckland – ehemaliger Schüler Gardners – begründete Seax Wicca, welches auf angelsächsische Symbolismen zurückgreift. Seax Wicca erkennt Selbstinitiationen an und gilt daher als offener und demokratischer als die traditionellen Wicca.

Vor allem in Frankreich und Kanada sind die Luciferian Wicca, die Luzifer als Lichtbringer verehren, vertreten. In Amerika findet man außerdem viele kleinere Wicca-Traditionen wie Feary Wicca, Egyptian Wicca, Celtsun-Wicca, etc.

Oftmals hört und liest man von nervenden Diskussionen, wer wen als „echten“ Wicca anerkennt, wie wichtig Initiationslinien sind, etc. Insofern findet oft Konkurrenz zwischen den Coven und Traditionen statt, ich finde das einfach nur ermüdend.

Du hast auf deiner Myspace-Seite zwei Buttons, einen „Pagans Against Nationalism“ und einen von der Tierrechtsorganisation P.E.T.A. Kannst du uns bitte noch dazu etwas sagen?

Leider ist es so, dass sich in der naturreligiösen Szene auch Leute mit nationalsozialistischem Gedankengut bewegen. Das hat zur Folge, dass das bloße Tragen von germanischen Symbolen schon zu Irritationen führt. „P.A.N. Pagans Against Nationalism“ ist eine von einem Myspace-Nutzer ins Leben gerufene Aktion. Betreiber von Seiten, die diesen Banner führen, lehnen Nationalismus strikt ab.

Ich bin überzeugte Vegetarierin aus ethischen Gründen, da ich KZ-Tierhaltung und Massenschlachtungen verabscheue, deshalb der P.E.T.A-Banner auf meiner Seite. Das ist aber meine persönliche Entscheidung und hat mit Wicca nicht wirklich etwas zu tun.

(Das entsprechende MySpace Profil existiert leider nicht mehr.)

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