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Auf Eurer Website
geizt Ihr ein wenig mit Informationen. Gibt es einen Grund dafür
und wenn ja, welchen?
Ja, da hast du recht. Ich wollte die Website eigentlich immer minimal
und rau halten wie die Kunst dahinter. Sie dient nur als minimale Informationsbasis
zu den Tonträgern und Live-Auftritten. Es gibt aber auf der Flutwacht-Website
noch eine unbenutzte Rubrik, wo ich irgendwann mal noch ein paar Infos
preisgeben werde, wie z.B. zum Equipment usw..
Du hast schon einige Kollaborationen
mit anderen Künstlern vorzuweisen. Was reizt Dich an diesen Veröffentlichungen?
Ich arbeite immer sehr gerne mit anderen Künstlern zusammen, das
ist eine sehr willkommene Abwechslung für mich. Man versucht einen
Kontrast zu dem anderen Künstler herzustellen und arbeitet daran,
dass es trotzdem zusammenpasst. Man weiß eben nie was man bekommt
und was daraus wird. Ich bin jedenfalls immer sehr gespannt, was aus meinem
Stücken entsteht.
Du hast über die Split-Veröffentlichungen hinaus auch schon
gemeinsam mit z.B. Gelsomnia (auf Nervous Noise) an einem konkreten Titeln
gearbeitet. Wie unterscheidet sich die Arbeitsweise?
In diesem Fall hatten wir kein vorher festgelegtes Konzept oder Regeln,
ich habe ein paar Rohstücke aufgenommen und Pekka ebenso. Danach
haben wir das Material ausgetauscht und jeder hat den Track des anderen
fertig gestellt. Einer der Titel ist dann auf dem Nervous Noise Sampler
gelandet, die weiteren Stücke werden bald als CDr auf Suizid Recordz
veröffentlicht. Erst vor kurzem hatten wir Andrew Seal von Praying
For Oblivion im Angstschmiede-Studio zu Besuch, wo wir an einer Kollaboration
gearbeitet haben. Dabei unterschied sich die Arbeitsweise enorm, da wir
wie eine Band funktionierten. Jeder hat zwar seinen eigenen Stil, seine
eigene Arbeitsweise, eigene Art an die Dinge heranzugehen, wäre ja
auch langweilig wenn wir alle das Gleiche täten, aber am Ende hat
es sehr gut gepasst, fast als hätten wir schon ewig zusammen Lärm
gemacht.
Ich finde Kollaborationen auch sehr wichtig, es eröffnet einem einen
neuen Horizont und hilft bei der Verständigung unter Künstlern.

Welche Seitenprojekte betreibst
Du noch?
Neben Flutwacht bin ich bei Shadow Theater aktiv, das Projekt entstand
aus einer Kollaboration zwischen Vincenzo Bossi und mir. Ich steuere Geräusche
und Gesang bei, und Vincenzo bedient die Rhythmusmaschine und die Synthies.
Dann habe ich aus der Arbeit an der Amputation Desire - Aufnahme heraus
das gleichnamige Projekt gegründet. Dabei arbeite ich sehr viel mit
Feld-Aufnahmen, die ich dann später am Computer manipuliere. Es ist
übrigens das einzige Projekt, bei dem ich mit einem Rechner arbeite.
Außerdem wirke ich ab und zu bei Moral Fraktal unterstützend
mit.
Bist Du schon live aufgetreten?
Dein Auftritt beim Festival "Fields Of Emptiness" ist ja leider
nicht zustande gekommen. Was ist passiert?
Ja, es gab schon einige Flutwacht-Auftritte und drei Shadow Theater-Shows.
Konzerte finde ich sehr wichtig um die Kunst etwas unters Volk zu bringen.
Einige Shows sind ja auch auf CDr dokumentiert.
Das "Fields of Emptiness 2" - Festival wurde von mir sehr kurzfristig
geplant und organisiert. Es gab dabei allerdings ein paar organisatorische
Probleme, auf die ich hier nicht näher eingehen will. Jedenfalls
war ich gezwungen das Festival abzusagen. Ich kann nur soviel dazu sagen,
dass ich daraus gelernt habe, vielleicht wird es in einer etwas anderen
Form bald stattfinden.
Du bist mit der bereits
erwähnten Kollaboration mit Gelsomina auf dem "Nervous Noise"-Sampler
vertreten. Wie stehst Du zu dieser Krachmusik? Persönlich muss ich
gestehen, dass ich von dieser Art Musik immer recht schnell genug habe
Mit Noise oder "Krachmusik" kann ich kann mich schon ganz gut
identifizieren. Ich sehe diesen Krach als extreme Kunstform und Ausdrucksweise
an. Neben Apocalyptic Radio betreibe ich ja auch das Nervous Nurse - Label,
wo ich ausschließlich Noise veröffentliche. Aber es ist natürlich
schon so, dass prinzipiell jeder Krach machen kann, daher gibt es auch
viel Mist in diesem Bereich.
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