club|debil präsentiert: 05.12.2014 Amber Electricity – Ein Abend mit litauischer experimenteller Musik

Amber Electricity

Amber Electricity

club|debil präsentiert

  • DAINA DIEVA
  • OBŠRR
  • OORCHACH
  • SKELDOS

Freitag 5, Dezember 2014
Alte Feuerwache Loschwitz, Dresden

Doors open: 21 Uhr, Start: 21.30h

Eintritt 6€ / 5€

Daina Dieva

…is a sound constructor / video maker / performance artist & curator.
A graduate in philology and audio & video technologies, she is interested in various ways to apply language and in various languages, from programming, to the language of signs, individual languages and the language as a way to transcend the “me” defined by the origin, place of birth, race or other mostly externally definable features. The perseverance to understand and to redefine one’s inner language and express it in means available to her, is traced throughout all of Daina’s creative works – live shows, music & soundscapes, videos and writings. Daina Dieva’s music has been defined as “post-folk”, “poetic”, “dark”, “hypnotizing”, “cold”.

During live shows Dana Dieva performs one composition of half an hour, during which the listener is “guided” through a story told in long drones and series of noises, live vocal sampling and wrapped up in series of echoes.

Daina Dieva is one woman project from Lithuania. Since 2008 DD has played live in various spaces (abandoned churches, bars, galleries, old vilas) on various occasions in Lithuania, Latvia, Estonia, Finland, Italy, Germany, as well as open air festivals (Tundra 2009 and 2011, Kupoles 2009, Menuo Juodaragis 2012 and 2014).

… ist ein Klangkünstlerin / Videomacherin / Performerin und Kuratorin.
Sie studierte Philologie sowie Audio- und Videotechnologien, interessiert sie sich für verschiedene Möglichkeiten, Sprache anzuwenden und für die verschiedensten Sprachen, von der der Programmierung, der Sprache der Zeichen, individuelle Sprachen und die Sprache als eine Möglichkeit, das „Ich“ zu transzendieren, das durch die Herkunft, Geburtsort, Ethnie oder andere, meist extern definierte Zuschreibungen bestimmt wird.
Die Ausdauer, die dafür notwendig ist, diese innere Sprache zu verstehen, neu zu definieren und zum Ausdruck zu bringen, mit den Mittel, die ihr zur Verfügung stehen, ist in allen kreativen Arbeiten Daina Dievas zu finden, seien es ihre Auftritte, ihre Musik und Klanglandschaften, ihre Videos oder Texte.

Daina Dieva Musik wurde als „Post-Folk“, „poetisch“, „dunkel“, „hypnotisierend“ und „kalt“ definiert. Während Ihrer Live-Shows Dana Dieva die meist aus einer halbstündigen Komposition bestehen, „führt“ sie den Hörer durch eine Geschichte, die mir Drones und Geräuschen und Gesang erzählt wird, alles in einer Serie von Echos eingebunden.

Daina Dieva ist ein Ein-Frau-Projekt aus Litauen. Seit 2008 trat DD live in verschiedenen Räumen (verlassene Kirchen, Bars, Galerien, altes Familienhaus) und bei verschiedenen Gelegenheiten in Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Italien, Deutschland, sowie bei Open-Air-Festivals (Tundra 2009 und 2011, Kupoles 2009 gespielt , Menuo Juodaragis 2012 und 2014) auf.

Daina Dieva

Official: dainadieva.wordpress.com

Sounds:
www.darkwinter.com/dwr065.html
sxiiic.bandcamp.com/album/leaving-the-garden
dainadieva.bandcamp.com/releases

OBŠRR

A unique figure in the darker side of the Lithuanian music scene – OBŠRR is almost a myth that tells itself through loops of Post-Soviet districts. In a full one man’s band glory behind this phonetically playful moniker, fragile yet firm – like a reed – stands Vytautas Pliadis. He is also known for often contributing to another admirable local post-industrial outlet Vilkduja. So far there’s been 3 releases under this solo project’s name – Dabartis (“The Now” – a split with Vilkduja 2010), ‘Patogi Gelmė’ (‘Convenient Depths,’ 2012) and the recently released ‘Nustebusiam Nebūti’ (‘Be Not Surprised To Be Not’, 2014).

OBŠRR builds his mysterious world with blocks of decadent architecture. This urban sight is made up with sounds of real-time fractures, nostalgic samples from a late 80s childhood, sequences of heartbroken melodies and heavy poetry. In the center of it all cowers an isolated and lonely soul. (Tired of constant fighting) It craves for a better tomorrow and longs for some place better. Cold and eerie echoes of a collapsing inner world are this being’s everyday companions (and unbidden best friends). Sadly, time cannot be turned back. So may it all begin with the Dusk.

OBŠRR ist eine einzigartige Figur der dunkleren Seite der litauischen Musikszene, fast schon ein Mythos, der sich in den postsowjetischen Landschaften immer wieder selbst erschafft. Als eindrucksvolle Ein-Mann-Band hinter dem phonetisch verspielten Namen, zerbrechlich doch fest wie ein Schilfrohr, steht Vytautas Pliadis, der auch für seinen Beitrag zum vielbeachteten lokalen postindustriellen Projekt Vilkduja bekannt ist. Bisher kann Pliadis drei Veröffentlichungen unter den Namen seines Soloprojekts OBŠRR vorweisen: Dabartis („The Now“ – ein Split mit Vilkduja 2010), „Patogi gelme“ („Komfortable Tiefen, ‚2012) und das kürzlich veröffentlichte „Nustebusiam Nebūti „(„Sei nicht überrascht nicht zu sein“, 2014).

OBŠRR baut seine geheimnisvolle Welt aus den Bausteinen einer dekadenten Architektur. Diese städtische Sicht entsteht aus Klängen von Frakturen, nostalgische Samples aus den Jahren der Kindheit von Pliadis, Ende der 1980er, Sequenzen von Melodien für gebrochene Herzen und schwermütiger Poesie. In der Mitte hockt eine isolierte und einsame Seele, müde vom ständigen Kämpfen. Siesehnt sich nach einer bessere Zukunft und einem besseren Ort. Kalte und unheimlichen Echos eines zusammenbrechenden Innenwelt sind die tägliche Begleiter dieses Wesens (und sine ungebetenen besten Freunde). Leider kann Zeit nicht zurückgedreht werden. So kann alles mit der Dämmerung erneut beginnen.

Websites:
www.facebook.com/OBSRR
obsrr.bandcamp.com/

Video:

OORCHACH

Amber electricity flows through the hyphae of Oorchach, it smells of wood, cheese and hop. This flow has spread into more frequent live performances, but this is relative, because everything always amounts to the expression “less is more”. While records mature and get ready to hatch, Povilas, has been preparing a new live broadcast of smoky horizons. Humming tribal monotony rising to the surface through melodic fragments and the feeling of a rite. Tribal/ambient/post-industrial have been appended with an effort to break free of these definitions. This heralds loops and swirls, and no one knows what comes next. Bernsteinerne Elektrizität fließt durch die Zellen von Oorchach, es riecht nach Holz, Käse und Hopfen. Dieser Strom verbreitet sich zunehmend bei Live-Auftritten, aber das ist relativ, weil auch hier gilt „weniger ist mehr“. Während Aufnahmen reifen und sich ihre Manifestation nähert, bereitet sich Povilas auf neue Auftritte in einer unklaren Zukunft vor. Eine brummende Stammes -Monotonie steigt durch Melodiefragmente und das Gefühl eines Ritus an die Oberfläche. Tribal / Ambient / postindustrielle Klänge haben Mühe, sich von diesen Definitionen zu befreien. Ein Aufbruch, der sich in Schleifen und Wirbel vollzieht, und niemand weiß, was als nächstes kommt.

Oorchach

Sounds:

Releases:
terr0r.bandcamp.com/album/vigilia

Live:

Skeldos

… is a one-man project whose sounds are to be defined as lyrical ambient immersed into industrial clouds, from Vilnius, LT.
The author of the project defines his music as the Music of Unrest, as the state of unrest is the one which enables to listen and to hear. This sound is the sound of the tree branches wistfully swinging in the darkening horizon. Somewhere thereabouts lingers the uneasiness, making one listen, look out and feel.
During his live performances „Skeldos“ is combining analogic waves, field recordings, live instruments and voice, trying to make his listener enter the space which would be filled only with the dramatic quiver of his own thoughts, surrounded by nostalgic echoes from dead villages.
… ist ein Ein-Mann-Projekt aus Vilnius, dessen Klänge sich beschreiben lassen als eine lyrische Umgebung, die in industrielle Wolken eingetaucht wird.
Der Autor des Projektes definiert sein Werk als Musik der Unruhe, eine Form der Unruhe, die uns erlaubt zu hören und zuzuhören. Dieser Sound ist der Ton von den Ästen, die wehmütig schwingen vor einem dunklen Horizont. Irgendwo da verweilt das Unbehagen, die uns dazu bringt, aufmerksam zu hören, zu schauen und zu fühlen.
Während seiner Auftritte kombiniert Skeldos analoge Sounds, Feldaufnahmen, Live-Instrumente und seine Stimme. Er baut dabei einen suggestiven Raum aus seinen Gedanken auf, umgeben von nostalgischen Echos verwaister Dörfer, in den er seine Zuhörer hineinzieht.

Skeldos

Info: www.skeldos.lt
Sounds and visuals:

Live:

foto credits:
Inga Eitminaviciene, www.rukana.lt

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